Archiv für Januar 2008

Ich bin gestern in den Genuss gekommen, eine meiner Festplatten widerherstellen zu müssen. Und zwar war plötzlich scheinbar die Partitionstabelle defekt. Das machte sich dadurch bemerkbar, dass die Festplatte im Explorer nicht mehr angezeigt wurde. In der Datenträgerverwaltung war die Festplatte noch mit dem richtigen Dateisystem gelistet, allerdings mit einer unbekannten Partition. Einzige angebotene Maßnahme war: Logisches Laufwerk löschen…

Dieses wollte ich aber unbedingt vermeiden und habe mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht und bin auf das kleine aber feine Tool TestDisk gestoßen. Das Freeware-Programm ist für sehr viele Betriebssysteme verfügbar und kinderleicht zu bedienen. Ich zeige euch an dem Beispiel, wie es bei mir funktioniert hat, kann Euch aber nicht garantieren, dass es auch bei euch klappen wird. Ich wünsch euch jedenfalls Viel Erfolg bei der Geschichte…

Hier eine Kurze Anleitung zur zielgerichteten Wiederherstellung/Reparatur der Partitionstabelle unter Windows:

Testdisk Ordner Nach dem entpacken sieht man folgenden Ordner vor sich:

Hier wählt man die »testdisk_win.exe« um das Programm zu starten. Das Programm basiert auf einem DOS Programm. Aus diesem Grund wird es in der Eingabeaufforderung gestartet. Dieses bereitet aber auch unter Vista keine Schwierigkeiten.

Aber auch ohne DOS-Kenntnisse, kommt man hier ohne Probleme ans Ziel.

Im folgenden Fenster wird man dazu aufgefordert, eine Log-Datei zu erstellen. Dazu erstellt man einfach eine Neue LOG-Datei durch das auswählen von »Create«.
Logfile erstellen

Nun sieht man eine Liste mit physikalischen Laufwerken vor sich, die von dem Programm erkannt werden. Dazu ist es nicht wichtig, ob Windows diese anzeigt, sondern nur, dass das Bios diese noch als Laufwerk erkennt. Hier wählt man die gesuchte Festplatte aus und bestätigt das mit »Proceed«. Keine Angst, wenn ihr euch nicht sicher seit, wählt eine Platte aus und schaut in den folgenden Dialogen nach, ob es die gesuchte ist, wenn nicht, kann man jederzeit mit »Quit« zurück :-)
Festplatte auswählen

Im nächsten Dialog wird man dazu aufgefordert anzugeben, welche Herkunft die Festplatte/Partitionstabelle hat. PC-Benutzer wählen einfach »Intel« aus.
Partitionsart wählen

Nun geht es daran die Festplatte zu untersuchen. Dazu wählt man »Analyse« aus. Wie ihr hier sehen könnt, kann das Programm noch einiges mehr. Diese Punkte können wir jedoch außer Acht lassen.
Analyse starten

Im nächsten Schritt bekommt man den aktuellen Status der Festplatte angezeigt. Ich hab hier einfach mal meine Systemplatte genommen, an welcher ich keine Änderungen vornehmen werde :-)
Aber zum zeigen reicht es. Wenn nun eine Partition fehlerhaft sein würde, würde diese hier unter »Invalid NTFS boot« aufgelistet werden.
Um weiter zu gehen, einfach wieder mit »Proceed« bestätigen.
Aktueller Stand der Platte

Nun wird gefragt, ob die Partition unter Windows Vista erstellt wurde. Wenn man sich unsicher ist, sollte man hier einfach mit ja antworten (also »Y« eingeben).
Partition unter Vista erstellt?

Nun wird einem eine Liste mit gefundenen Partitionen aufgelistet. Durch einen Druck auf »p« kann man sich die Dateien von dieser Partition anzeigen lassen. Um weiter zu machen, drückt man einfach »Enter«.
Liste gefundener Partitionen

Nun sieht man hoffentlich alle gesuchten Partitionen vor sich. Sollte dieses nicht der Fall sein, kann man versuchen, diese mit »Search!« noch zu finden. Sollte man nun schon alle Partitionen sehen, kann man das Ergebnis mit »Write« auf die Festplatte schreiben.
Suche abschließen

Nun sollte alles wieder funktionieren. Allerdings warne ich davor, dieses Tool nur zum Test einzusetzen. Wie heißt es doch so schön »Never touch a running System«.

Hier nochmal der Link zur Downloadseite: TestDisk

Wünsch Euch viel Erfolg bei der Rettung der Partition

Gruß
Schum

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Unter Vista ist so manches anders, als man es von früher gewohnt ist. Mit ein wenig Sucherei findet sich eigentlich alles wieder :-)
So war das auch mit der Dateifreigab, welche sich erst im nachhinein als sinnvoll ergab.

Wenn man unter Vista Dateien freigeben möchte, geht man wie gewohnt in den Explorer und klickt mit der rechten Maustaste auf den freizugebenden Ordner. Im Kontextmenü erscheint nun auch der Eintrag »Freigabe…«. Wenn man den anwählt, erscheint folgendes Fenster:
Dateifreigabe

Hier kann man schon einmal festlegen wer im Netzwerk Zugriff auf die Datei hat. Wenn man den Ordner allen im Netzwerk zur Verfügung stellen möchte, muss man darauf achten, dass der Eintrag »Jeder« neben dem eigenen Benutzernamen aufgeführt ist. Wenn »Mitbesitzer« angewählt ist, hat nach der Freigabe jeder vollen Zugriff auf den Ordner. Wenn man möchte, dass die anderen nur lesen sollen, muss man »Leser« auswählen.

Bevor man nun aber auf »Freigabe« klickt und man bislang noch keine Freigabe eingerichtet hat, sollte man oben auf den Link zum »Netzwerk- und Freigabecenter« klicken (findet sich auch in der Systemsteuerung wieder).

Netzwerk- und Freigabecenter

Erklärung der einzelnen Punkte:

Netzwerk
Hier werden die verfügbaren Netzwerke angezeigt. Unter Zugriff kann man erkennen, ob man nur lokalen Zugriff hat, oder auch mit dem Internet verbunden ist. Unter Verbindung findet man eine Kurze Bezeichnung des verwendeten Netzwerkadapters.

Freigabe und Erkennung
Nun kommen wir zu den wichtigen Einstellungen:

  • Grundsätzlich sollte man die Netzwerkerkennung eingeschaltet haben. Diese Bewirkt, dass man andere Computer im Netzwerk sieht und man auch selber für diese sichtbar ist.
  • Wenn man Dateien freigeben möchte sollte der Punkt Freigabe von Dateien ebenso eingeschaltet sein.
  • Der Punkt Freigabe des öffentlichen Ordners bewirkt, dass der Ordner »c:\Benutzer\Öffentlich« im Netzwerk freigegeben wird.
  • Möchte man installierte Drucker im Netzwerk freigeben, kann man das mit dem Punkt Freigabe von Druckern erreichen. Nach Aktivierung können alle Benutzer im Netzwerk die eigenen Drucker sehen und bei sich als Netzwerkdrucker einrichten. Um dann drucken zu können muss der Computer auf dem der Drucker freigegeben ist, natürlich eingeschaltet sein ;-)
  • Der nächste Punkt sollte ausgeschaltet sein, wenn man einen Ordner für jeden zugänglich freigeben möchte. Kennwortgeschütztes Freigeben bewirkt, dass nur Benutzer, die ein Benutzerkonto auf dem Zielrechner besitzen, durch Eingabe von Benutzernamen und Kennwort Zugriff auf diesen erlangen können. Allen anderen bleibt der Zugriff verwehrt.
  • Möchte man all seine Musik, Videos, Bilder im Netzwerk freigeben so kann man dieses über den Punkt Freigabe von Mediendateien erreichen.

Im Freigabecenter sind wir nun fertig.

Einen ungewöhlichen Punkt gibt es aber noch immer – Die Freigabe von Ordnern aus dem Persönlichen Verzeichnis. Wenn man diese Freigegeben hat werden die nicht direkt aufgelistet. Man sieht im Netzwerk den Pfad »Users\eigener Benutzername\freigegebenes Verzeichnis«.

Diesen Punkt finde ich etwas unglücklich, aber umgehe diesen, indem ich den Ordner einfach in ein anderes Verzeichnis lege.

Viel Erfolg
Schumi

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Wir besitzen seit Ewigkeiten einen kleinen Print-Server, der unsere Drucker im Netzwerk freigibt. Seitdem ich Windows Vista benutze, hatte ich von dem Rechner bislang keinen Zugriff darauf, da die von Netgear zur Verfügung gestellte Software unter Vista nicht richtig funktioniert.

Es gibt allerdings einen manuellen und an sich recht einfachen Weg, den Print-Server dennoch verwenden zu können.

Dieses erreicht man durch das manuelle Einrichten einer LPR-Warteschlange:
Dazu geht man in die Systemsteuerung unter “Programme und Funktionen” und klickt auf “Windows-Funktionen ein- oder ausschalten
Windows Funktionen ein- oder ausschalten

Hier muss man unter “Druckdienste” den “LPR-Anschlussmonitor” aktivieren und mit OK bestätigen. Achtung, dauert etwas!
LPR-Anschlussmonitor

Nun kann man anfangen und einen lokalen Drucker hinzufügen (Systemsteuerung -> Drucker -> Drucker hinzufügen).
Drucker hinzufügen

Bei “Druckeranschluss wählen” muss man “Neuen Anschluss erstellen: Standard TCP/IP Port” auswählen und auf weiter klicken.
Druckeranschluss auswählen

Im nächsten Fenster gibt man die IP von dem Print-Server ein (hier 192.168.2.100) und vergibt einen beliebigen Namen für den Anschluss.
IP Adresse angeben

Im nächsten Fenster muss man die Portinformation auf “Benutzerdefiniert stellen und auf “Einstellungen…” klicken.
Portinformationen

Im folgenden Fenster stellt man nun die LPR-Warteschlange ein (in meinem Fall die P2).
LPR-Warteschlange einrichten

Die Warteschlangenbezeichnung findet sich unter XP in den Verbindungsinformationen des installierten Druckers.

Wenn man nun alle Einstellungen getroffen hat, kann man mit der normalen Druckerinstallation fortfahren und den Druckertreiber auswählen.

Viel Erfolg
Schumi

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